Fair-Play ist in Staffel 2 auf dem Vormarsch

06.02.2013 12:16

von Marlies Sempf


Bert Spieler und sein TSV Hornhausen stehen zur Halbserie auf dem siebten Tabellenplatz. Archivfoto: Stefanie Brandt

Als Herbstmeister setzt Aufsteiger Blau-Weiß Empor Wanzleben zum Durchmarsch in die Kreisoberliga an und bestimmt das Niveau der 1. Kreisklasse, Staffel 2.

Landkreis l Empor blieb allein ungeschlagen, doch viermal reichte es nur zu Remis. Damit konnte ein Trio noch Kontakt halten, was für die Rückrunde Spannung verspricht.

Erster Verfolger ist mit drei Zählern Rückstand der VfB Oschersleben, der gegenüber dem Vorjahr zur Halbzeit einen Sprung vom neunten auf den zweiten Platz machte und von seiner guten Jugendarbeit profitiert. Der Eilslebener SV als Dritter legte eine Startserie von acht Siegen hin, ehe das Spitzenspiel gegen Wanzleben 2:4 verloren ging und danach nur noch ein Dreier gelang. Nur eine Niederlage (1:2 am zweiten Spieltag in Hohendodeleben) leistete sich Eintracht Gröningen und schaffte nach Platz zwei vor zwölf Monaten als Vierter zum Halbserienende den Anschluss an die Spitze.

Dahinter hatten mit dem SV Hohendodeleben und dem Ummendorfer SV die beiden Absteiger aus der Bördeliga zunächst einige Probleme, ehe der Weg nach oben auf die Ränge fünf und sechs führte. Den erwarteten Mittelfeldplatz (Siebenter) bestätigte der TSV Hornhausen. Der SV Altenweddingen II verteidigte den achten Platz vor dem dritten Absteiger, dem Harbker SV Turbine. Hier beginnt dann auch so langsam die gefährdete Zone. Erst recht nach unten schauen müssen Eintracht Groß Rodensleben als Zehnter (vor einem Jahr immerhin Vierter) und der SV Neuwegersleben als Elfter (im Vorjahr Zwölfter). Mit sieben Punkten weniger als vor Jahresfrist rutschte Germania Wulferstedt II zwei Ränge ab und damit erneut in den Abstiegskampf. Ähnlich erging es dem SV Rot-Weiß Wackersleben, der gleich mit neun Punkten weniger als vor zwölf Monaten den siebenten mit dem 13. Rang tauschte. Steil abwärts ging die Fahrt des SV Seehausen II, denn mit acht statt 19 Zählern tauschte er den fünften Platz von vor Jahresfrist mit dem letzten Rang.

Namen und Zahlen

In den bisher absolvierten 91 Begegnungen gab es 45 Heimsiege, 20 Remis und 26 Auswärtserfolge. Die 381 Tore ergeben einen Schnitt von 4,19 je Spiel. Häufigste Resultate waren das 3:1 (zwölfmal) und das 2:1 (zehnmal). Die höchsten Heimsiege landeten Wanzleben (11:0 gegen Altenweddingen II im torreichsten Saisonspiel) und Ummendorf (10:0 gegen Seehausen II). Die klarsten Auswärtserfolge feierten Gröningen (5:0 in Seehausen), Eilsleben (5:1 in Seehausen) und der VfB Oschersleben (5:1 in Hohendodeleben).

Daheim bestritt der VfB Oschersleben bereits neun Partien und holte mit 21 Punkten die meisten, während Wanzleben, Ummendorf und Gröningen hier noch nicht verloren. Auswärts blieb nur Wanzleben ungeschlagen, wobei aber Eilsleben mit 15 die meisten Zähler mitnahm. Seehausen II trat in Hornhausen nicht an, so dass die Partie aus der 13. Runde vom 8. Dezember mit 3:0 Toren und drei Punkten für den TSV Hornhausen gewertet werden musste.

Staffelleiter Rüdiger Siegmund aus Drackenstedt registrierte bislang 305 Verwarnungen (im Vorjahr 362), 19 Ampelkarten (21) und vier Platzverweise (neun). Die fleißigsten Sammler bei den Gelben Karten waren Tobias Kaschmirek vom VfB Oschersleben und Glen Pinkernelle von Empor Wanzleben mit je sechs. Bei den Gelb-Roten Kartons erwischte es Michael Anton (Hohendodeleben) und Chris Matthias (Wackersleben) bereits zweimal.

Insgesamt verteilen sich die Ampelkarten auf Hohendodeleben (5), VfB Oschersleben, Wackersleben (je 3), Altenweddingen II, Gröningen, Eilsleben (je 2), Wanzleben und Wulferstedt II (je 1). Jeweils ein Platzverweis ereilte Neuwegersleben, Ummendorf, Altenweddingen II und Hohendodeleben. Erfreulich ist in dieser Staffel im Gegensatz zur Staffel 1 der 1. Kreisklasse der Rückgang bei allen drei Kategorien im Kartenbereich gegenüber der ersten Halbserie des Vorjahres. Die Fairplay-Wertung führt Groß Rodensleben vor Gröningen und Harbke an.

Die meisten Schiedsrichtereinsätze absolvierten Peter Zastrow (VfB Oschersleben), Peter Fliegel (Ausleben) mit je acht, Frank Werner mit sieben und Rainer Leischner (beide Völpke) mit sechs. Als Assistenten fungierten Harald Groß (Eilslebener SV) mit acht, Axel Bräunig (TSV Hadmersleben) mit sieben und Peter Eberhard (Germania Wulferstedt) mit sechs Partien am häufigsten.

Die Gesamtkosten für die Schiedsrichter betrugen 4827,87 Euro, damit fielen im Schnitt je Begegnung 53,05 Euro Kosten an. 4201 Zuschauer besuchten die 90 ausgetragenen Vergleiche, damit waren im Schnitt jeweils 46 Fans dabei. Die meisten Besucher je Begegnung passierten die Stadiontore in Eilsleben (84), Wanzleben (68), Hohendodeleben (63), Harbke (46), Neuwergersleben (45) Hornhausen (43) und Ummendorf (42). Die wenigsten Anhänger kamen nach Seehausen (23), Altenweddingen (30), Wackersleben (36), Gröningen (37), Wulferstedt (39), Oschersleben und Groß Rodensleben (je 41). Als Zuschauermagnet erwiesen sich die Wanzleber. Deren Partien verfolgten im Schnitt 72 Fans.

 

Quelle:

https://www.volksstimme.de

Archivfoto: Stefanie Brandt